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"The adventures of Robert + Sebastian"
Fools Theatre
Wem gehört das "Juhu"?
Aktionsgeladene Rollenspiele von "Robert & Sebastian"

Freising (zz) - Sie wispern miteinander, sie brüllen sich an, sie sind zärtlich und verständnisvoll, sie sind grausam zueinander und beschimpfen sich - Gunnar Kolb und Thilo Matschke, alias "Robert & Sebastian", loteten mit ihrem "fool`s theatre" am Mittwoch im Lindenkeller menschliche Eitelkeiten, Peinlichkeiten und Absurditäten in allen Variationen aus. Gekonnt oszillierten sie in ihren "adventures" zwischen festen Nummern und freier Improvisation hin und her, wobei das gemeinsame Band um alle Stückchen und Szenen herum die mal leise, mal laute Komik war.
Der Auftritt des schon äusserlich ungleichen Duos stellte die zahlreichen Zuhörer vor die existentielle Frage: Wem gehört das "Juhu"?, führte das Publikum in einen absurden Kampf der Zauberstäbe mit aberwitzigem Ausgang, zeigte die Urängste des von Selbstzweifeln geplagten Bräutigams vor dem Stolpern und dem Satz "Ja, ich will, mit Gottes Hilfe", präsentierte ihm eine völlig abgedrehte Pferde - Pantomime der "last two Cowboys in Town", charakterisierte die Absurdität eines hoffnungslos gescheiterten Dialogs zwischen zwei alten Freunden anlässlich einer seltsam metaphorischen Grillparty, entführte die Zuhörer in die Märchenwelt, wo Robert und Sebastian mit Hilfe eines Mietdrachens den Giftzwerg jagen, und zeigte schliesslich, dass auch ein gemeinsam geplanter Selbstmord keinesweg frei von unvorherssehbaren Hindernissen ist. Das Ganze gemischt mit einer hervorragenden Gestik und Mimik, gewürzt mit Gene Kelly-artigen Tanz-und Singeinlagen der leicht überdrehten Art, und unterbrochen durch den Rückzug des Paares hinter eine imaginäre Bühnenwand, die das Programm zum Theater im Theater werden liess , und schon ist es fertig, das gesamte Kaleidoskop dessen, worüber man schallend lachen, mal verschmitzt grinsen kann.
Das Duo, das sich bei seinen skurrilen Einfällen manchmal das Lachen und Schmunzeln selbst nicht verbeissen konnte, bot zwei Stunden lang eine gekonnte Mischung aus hintergründigem Humor, Musikcabarett und lauter Comedy, fand bei jeder improvisierten Nummer ein wenn schon offenes, dann aber immer gelungenes Ende, und überzeugte durch körperlichen und stimmlichen Einsatz in den aktionsgeladenen Rollenspielen.
Alles in Allem ein vergnüglicher Abend, der einem manches zu Denken aufgab, aber niemals ins Moralphilosophische abglitt.
Münchner Merkur (F.T. 16/10/98)

Von und mit Gunnar Kolb und Thilo Matschke
 
Last updated: 12.11.2018 Datenschutzerklärung    Impressum    - - TOP - -
 
 
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